Tipps & Tricks für deine Aufnahmen

Filmen wie die Profis

Hier möchten wir dir einfache Mittel zeigen, mit denen du erstaunliche Effekte erzielen kannst. Oft kann man professionelle Effekte auch ohne teures Equipment erzeugen.

Timelapse / Zeitraffer

Ein Timelapse-Effekt kannst du bei den Action Kameras durch einen speziellen Modus erzeugen, in welchem über einen langen Zeitraum in bestimmten Zeitabständen Fotos geschossen werden. So kannst du beispielsweise über einen Zeitraum vom 20 Minuten jede Sekunde ein Bild schießen lassen. Jedoch ist die Aufnahme anstatt 20 Minuten so nur 40 Sekunden lang (bei 30FPS). Die Rechnung dahinter sieht wie folgt aus: Normalerweise hat ein Video 30 Bilder pro Sekunde (FPS), da die Kamera in diesem Modus nur ein Bild pro Sekunde anstatt den 30 schießt, werden die 1200 Bilder welche in den 20 Minuten geschossen werden noch durch die Anzahl der Bilder welche bei der Wiedergabe angezeigt werden sollen (in der Regel 30 FPS) geteilt. Lange Rede kurzer Sinn: Damit lassen sich erstaunliche Bilder einfangen wie z.B. von Wolkenbewegungen.

Um den Effekt noch etwas dynamischer zu gestalten, gibt es die Möglichkeit die Action Kamera auf spezielle Panoramaköpfe zu montieren. Diese drehen sich über die gewählte Zeitspanne sehr langsam, dass sich dein Motiv später in der richtigen Wiedergabegeschwindigkeit dreht. So hast du die Möglichkeit dein Timelapse-Effekt über ein komplettes Panorama abzubilden.

TIPP:Eine günstige Alternative zu den Panoramaköpfen sind mechanische Eieruhren. Idealerweise sollte sie eine gerade Oberfläche haben, dann kannst du einfach ein Klebepad auf der Eieruhr kleben und die Kamera daran befestigen. So kannst du ohne großes Budget tolle Effekte aufnehmen.

Slow Motion / Zeitlupe

Ein Slow Motion Effekt wird dadurch erreicht, dass man eine Videosequenz in einer längeren Zeitspanne abspielt als sie in der Realität aufgenommen wurde. Je nach dem wie stark man die Framerate in der Zeitlupe verringert wird das Video dafür aber auch deutlich ruckeliger. Daher sollten man für Slow Motion Effekte immer die höchstmögliche Bildwiederholungsrate (FPS) einstellen. Je nach Videoauflösung (1080p, 720p, 480p) variiert jedoch die höchst mögliche anzahl an Bildern pro Sekunde, welche die Kamera aufnehmen kann. Eine Übersicht mit den jeweils maximalen FPS findet ihr in den Tabellen auf den Produktseiten von GoPro, Actionpro und QUMOX.

TIPP:   Wollt ihr noch mehr aus euren Frames rausholen, ist für euch vielleicht das Tool Twixtor interessant. Mithilfe dieses Plugins für gängige Videoschnittsoftware könnt ihr auch mit eher geringeren FPS imposante SlowMos auf den Bildschirm zaubern. Natürlich geht dies nur bis zu einem bestimmten Grad; besonders bei geradlinigen Bewegugen können hier jedoch eindrucksvolle Effekte aus euren Videos herausgekitzelt werden. Einen Blick wert ist die Software somit auf jeden Fall. Aber seht selbst: