GoPro HERO 4 Session Test

GoPro Hero 4 Session – GoPro-Qualität für wenig Geld?

Mit der HERO 4 Session bringt GoPro Abwechslung in die Reihen seiner bisherigen Kameras. Die neue Action Cam besticht durch die kompakte, quadratische Bauform sowie eine einfache und praktische Handhabung.

  • Aufnahmen in FullHD (1080p)
  • Wasserdicht ohne extra Gehäuse
  • WiFi und Bluetooth
  • Einfache Bedienung

Erster Eindruck

Eins vorweg: Die neue HERO 4 Session ist nicht das neue Spitzenmodell und soll auch nicht die HERO 4 Black Edition ersetzen. Sie ist dafür aber auch günstiger als das Spitzenmodell – etwas mehr als 200€ kostet das Gerät derzeit – und kann durch ihr neues Format sowie einiger praktischer Features überzeugen.

Die GoPro HERO 4 Session ist die kleinste, leichteste und am flexibelsten montierbare Kamera von GoPro. Die Merkmale die uns besonders positiv aufgefallen sind: Durch die neue verstellbare Halterung kann die HERO 4 Session durch einen einfachen Handgriff adjustiert und neu positioniert werden. Da die Kamera auch ohne ein separates Gehäuse wasserdicht ist, kann sie sehr einfach und bequem unter Wasser bedient werden. Die Tonqualität profitiert ebenfalls davon.

Die Abmessungen der HERO 4 Session sind in der Länge und Höhe deutlich geschrumpft. Damit ist die Kamera im Vergleich zu den anderen HERO Modellen um einiges kompakter. „50% kleiner und 40% leichter als die anderen HERO4 Kameras“ will die GoPro Hero 4 Session, genauer gesagt, sein. Jedoch fehlt dadurch auch der Platz für einen integrierten Bildschirm. Aufnahmemodi und Infos zu Akku und Speicherkarte werden in einem kleinen Statusdisplay angezeigt. Die Übertragung des Bildes ist jedoch zu Android und iOS Geräten über die kostenfreie App von GoPro möglich. Über diese können auch die verschiedenen Einstellungen für Videos und Bilder angepasst werden.

Aufnahmequalität

– 1440p (1920×1440) 30 FPS
– 1080p (1920x1080p) 60/30 FPS
– 960p (1280x960p) 60/30 FPS
– 720p (1280×720) 100/60/30 FPS
– WVGA (848x480p) 120 FPS

Insgesamt machte die Videoqualität im Test einen sehr guten Eindruck. Hier muss der Käufer zunächst einmal wenig zurückstecken und freut sich über gewohnte GoPro-Qualität bei geringerem Preis. Wer die eigentlichen Schwachpunkte finden will, muss hier etwas genauer hinsehen: Wer 4K-Videos will, muss für 4K-Qualität auch zahlen. Soll heißen, dass die GoPro Session mit einer maximalen Auflösung von 1440p hier leider nicht ganz ran kommt. Wer auf die noch schärfere Ultra-HD-Auflösung nicht verzichten mag, muss dann doch etwa zur teureren GoPro Hero 4 Black Edition oder günstigeren Konkurrenzprodukten wie der überraschend starken EKEN H8R greifen. Auch Nachtaufnahmen schienen im Test etwas zu viel verlangt zu sein und die Qualität nimmt stark ab. Hier gilt also mal wieder: Macht euch vor dem Kauf klar, was ihr braucht. Wer weder auf 4K-Modi noch auf Nchtaufnahmen setzt, ist mit der GoPro Hero 4 Session in Punkto Videoqualität durchaus sehr gut bedient. Außerdem toll: Die Kamera verfügt über zwei Mikrofone – je eines vorne und hinten.

Im Fotomodus erwarten euch folgende Auflösungen:
– 8 MegaPixel (3264×2448)
– 5 MegaPixel (2720×2040)
Auch hier liegen die Werte der Session deutlich unter dem, was die GoPro Hero 4 Black Edition unter der Haube hat. Nichtsdestotrotz sind durchaus 8 MP ordentlich und seien wir mal ehrlich: Mehr wird vom Standardnutzer meist auch nicht ausgereizt.

Funktionsumfang

Die Bedienbarkeit der Mini-Actioncam ist gewohnt einwandfrei; besonders hat uns die einfache Ein-Knopf-Steuerung gefallen. Mit einem einzigen Druck auf den Auslöser schaltet sich die Kamera ein und beginnt zu filmen. Ebenso leicht ist es, die Actioncam wieder auszuschalten. Auch WLAN und Bluetooth-Fähigkeit haben uns überzeugt. Erweiterte Bedienmöglichkeiten per App sind somit kein Problem.

Lieferumfang

Lierferumfang laut Herstellerseite:
– Waterproof HERO Session Camera
– Standard Frame
– Curved Adhesive Mount
– Flat Adhesive Mount
– Mounting Buckle + Hardware
– Micro-USB Cable

Fazit

Die GoPro Hero 4 Session erweist sich im Test als zweischneidiges Schwert: Der Versuch, bewährte GoPro-Qualität mit niedrigerem Budget und praktischer Größe zu vereinen gelingt. Kritikpunkte wie die nicht-austauschbaren Akkus und die eher schwachen Nachtaufnahmen verhindern dann allerdings doch eine höhere Wertung. GoPro ist im Grunde eben doch Premiumsegment und im Low-Budget-Bereich hat es dann selbst der Branchengigant schwer.

+
Angenehm klein Akku nicht austauschbar
Zwei Mikrofone Nachtaufnahmen
Insgesamt gute Video-Qualität Kein 4K
WIFI
Preis-Check: Die GoPro Hero 4 Session im Handel »